Wenn das Haustier stirbt, steht die Welt still. Man funktioniert einfach nur noch. Doch sehr schnell kommen die praktischen Dinge auf den Tisch.
Man muss Entscheidungen treffen. Und unweigerlich kommt die Frage nach dem Geld auf. Was kostet Tierbestattung eigentlich?
Über Geld spricht man in der Trauer nicht gern. Es fühlt sich oft falsch an. Als würde man die Liebe zum Tier in Euro abwiegen. Aber das stimmt nicht. Es ist eine normale, wichtige Frage. Niemand sollte aus falscher Scham eine Entscheidung treffen, die er sich eigentlich nicht leisten kann. Offenheit hilft hier am meisten.
Die zwei Wege entscheiden über den Preis
Der Preis für eine Bestattung hängt in erster Linie von einer einzigen Frage ab. Möchten Sie die Asche Ihres Tieres zurückbekommen?
Wenn die Antwort Nein lautet, ist die Gemeinschafts-Einäscherung der richtige Weg. Hier wird das Tier zusammen mit anderen Haustieren eingeäschert. Die Asche wird danach auf einer Naturwiese verstreut. Für eine Katze liegt man hier zwischen circa 100 und 150 Euro. Für einen mittelgroßen Hund bei etwa 190 bis 250 Euro.
Wenn die Antwort Ja lautet, wählen Sie die Einzeleinäscherung. Ihr Tier wird dann individuell eingeäschert. Sie bekommen danach genau diese Asche zurück. Das ist aufwendiger. Es kostet mehr Zeit und Energie. Bei sehr kleinen Tieren beginnt das bei rund 190 Euro. Bei großen und schweren Hunden können es über 400 Euro sein.
Das Gewicht des Tieres
Warum schwanken die Preise so stark? Das liegt am Gewicht. Die Rechnung ist simpel.
Ein schwerer Hund braucht im Tierkrematorium deutlich länger als ein Papagei oder eine kleine Katze. Die Dauer der Einäscherung bestimmt den Energieverbrauch. Deshalb sind alle Preistabellen bei Tierbestattern nach Gewichtsklassen gestaffelt. Wenn Sie es für Ihr Tier genau wissen möchten, werfen Sie einfach einen Blick auf unsere aktuellen Preise.
Transportkosten: Wie kommt das Tier zu uns?
Ein weiterer Punkt sind die Fahrtkosten. Das Tier muss ins Krematorium kommen.
Viele Halter bringen ihr verstorbenes Tier selbst zu uns. Das kostet nichts extra. Man fährt mit dem eigenen Auto und verabschiedet sich vor Ort. Aber nicht jeder kann das. Oder möchte das.
Auf Wunsch holen wir das Tier in der Tierarztpraxis oder direkt bei Ihnen zu Hause ab. Das kostet Geld. Wir berechnen die gefahrenen Kilometer. Wenn es nachts, am Wochenende oder an Feiertagen passiert, gibt es mancherorts einen kleinen Aufschlag. Genau wie beim Notdienst in der Tierklinik. Die genauen Kosten für die Fahrt haben wir in unserer Tabelle Abholpreise ganz offen nach Ort und Postleitzahl aufgelistet.
Was kommt noch dazu? Die Urne
Wer sein Tier einzeln einäschern lässt, nimmt die Asche mit nach Hause. Dafür braucht man ein Gefäß.
Sie müssen dafür kein Vermögen ausgeben. Eine ganz schlichte Standardurne aus Naturstoff, Holz oder ein einfacher Stoffbeutel ist schon für wenig Geld zu haben.
Wer etwas Bestimmtes sucht, hat die freie Auswahl. Es gibt Gefäße aus Keramik, Messing, Holz oder Glas. Eine schöne Tierurne kostet zwischen 50 und 150 Euro, Urnen für sehr große Tiere etwas mehr. Nach oben gibt es kaum Grenzen, wenn es Handarbeit oder etwas sehr Individuelles sein soll. Das ist reine Geschmackssache. Man muss das nicht tun.
Gibt es versteckte Kosten?
Achten Sie immer auf das Gesamtpaket. Manchmal locken Anbieter im Internet mit sehr niedrigen Grundpreisen. Doch dann kostet plötzlich jeder kleine Schritt extra.
Kostet die Einäscherungsurkunde etwas? Müssen Sie für die Kühlung in den ersten Tagen extra bezahlen? Kostet das Umfüllen der Asche extra? Fragen Sie genau nach. Bei uns sind solche selbstverständlichen Dinge immer im Grundpreis enthalten. Wir mögen keine Überraschungen auf der Rechnung. Sie in Ihrer Trauer erst recht nicht.
Eine sanfte Alternative
Es muss nicht immer Feuer sein. Mittlerweile gibt es auch andere Methoden. Die Aquamation wird immer bekannter.
Hier vergeht der Körper in einem warmen Regen mit einer basischen Lösung. Das ist deutlich umweltschonender. Auch hier bekommen Sie am Ende die helle Asche zurück. Die Preise sind ähnlich strukturiert wie bei einer normalen Einzeleinäscherung und richten sich auch hier nach dem Körpergewicht.
Liebe lässt sich nicht in Euro messen
Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden. Weder von sich selbst, noch von anderen.
Eine teure Bestattung mit einer handbemalten Keramikurne bedeutet nicht, dass Sie Ihr Tier mehr geliebt haben. Eine günstige Gemeinschafts-Einäscherung bedeutet nicht, dass es Ihnen weniger wert war. Es ist einfach nur ein anderer Weg des Abschieds. Ein rein praktischer Weg am Ende eines Lebens.
Sie haben Ihrem Tier viele Jahre ein gutes Zuhause gegeben. Sie haben Futter gekauft, Tierarztkosten bezahlt und Zeit geschenkt. Das ist es, was zählt. Treffen Sie am Ende die Entscheidung, die sich für Sie selbst richtig anfühlt. Das ist absolut in Ordnung.
