Urnengrößen
Tier-Urnen

Aus welchem Material macht man Tierurnen?

Eine Vielzahl von Werkstoffen wird für die Herstellung von Tier-Urnen eingesetzt. Hierbei kommt es auch auf die gewünschte Verwendung an: Schmuckurnen werden zu Hause aufgestellt und sollen dauerhaft und schön sein. Die meisten Schmuck-Urnen sind für den Innenraum gedacht, es gibt aber auch wetterfeste Urnen-Modelle für den Außenbereich. Bio-Urnen werden aus Naturstoffen hergestellt, zum Beispiel Holz oder Kombiwerkstoffe aus natürlichen Materialien. Die Bio-Urnen sind für die Erdbestattung von Haustieren geeignet und zersetzen sich im Erdreich vollständig. So wird die Kremationsasche in den Kreislauf der Natur zurückgegeben. Weiter gibt es spezielle See-Urnen die für die Bestattung auf dem offenen Meer geeignet sind. Eine besondere Form der Urne ist ein Erinnerungskristall mit Tierasche oder ein Diamant, der aus der Asche des Verstorbenen hergestellt wird.

Urnengrößen Tabelle

Tierurnen nach Gewicht des Tieres

Die Bestimmung der korrekten Urnengröße hängt grundsätzlich vom Körperbau (z.B. Knochendichte) des einzelnen Tieres ab.

Ist die Asche nach der Kremierung sehr fein, benötigen Sie weniger Volumen als bei grobkörniger Asche mit Knochenfragmenten.

Ihr Tier Bestatter wird Sie gerne bei der Auswahl beraten.

Als ungefähren Richtwert können Sie folgende Tabelle nutzen:

Urnengröße in Litern Gewicht des Tieres in Kilogramm
0,25 l bis ca. 2,5 kg
0,3 l bis ca. 3 kg
0,5 l bis ca. 5 kg
0,7 l bis ca. 12 kg
1,0 l bis ca. 20 kg
1,3 l bis ca. 25 kg
1,5 l bis ca. 30 kg
2,0 l bis ca. 40 kg
2,8 l bis ca. 55 kg
3,0 l bis ca. 60 kg
4,0 l bis ca. 80 kg

 Die tatsächliche Menge der Asche variiert bei jeder Einäscherung und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nähere Informationen zum Thema finden Sie unten auf dieser Seite.

Warum ist das Gewicht und die Menge der Asche immer unterschiedlich?

Es ist ein emotionales und oft missverstandenes Thema: Warum variiert das Gewicht der Asche nach der Einäscherung eines geliebten Haustieres so stark? Viele Tierbesitzer sind überrascht, wenn die Urne leichter oder schwerer ausfällt, als sie es aufgrund des Körpergewichts ihres Tieres erwartet hätten. Um diese Frage fundiert zu beantworten, müssen wir tief in die Biologie des Tierkörpers und die chemischen Prozesse der Kremierung eintauchen.

Das grundlegende Missverständnis: Was ist „Asche“ wirklich?

Wenn wir im Alltag von Asche sprechen, denken wir meist an die Überreste von Holz oder Papier – leichte, graue Flocken, die bei der Verbrennung von organischem Material entstehen. Bei der Tierkremierung verhält es sich jedoch anders.

Der Kremierungsprozess wird bei extrem hohen Temperaturen durchgeführt. Diese Hitze sorgt dafür, dass sämtliches organisches Gewebe – dazu gehören Fett, Muskeln, Organe und die Haut – vollständig verbrennt und verdampft. Was am Ende des Prozesses in der Brennkammer zurückbleibt, ist keine „Asche“ im herkömmlichen Sinne, sondern primär die mineralischen Rückstände des Skeletts.

Da kein Skelett dem anderen exakt gleicht, variiert das Gewicht dieser resultierenden Überreste zwangsläufig von Tier zu Tier. Es ist also nicht das Gesamtgewicht des Tieres zu Lebzeiten entscheidend, sondern die Beschaffenheit und Masse seiner Knochen.

Die knöcherne Masse: Der entscheidende Faktor

Da das weiche Gewebe bei der Verbrennung verloren geht, ist allein die Knochenstruktur maßgeblich für das Gewicht der Rückstände. Hierbei spielen vor allem zwei Aspekte eine Rolle:

  • Körpergröße und Statur
    Es liegt auf der Hand, dass ein großer Hund, wie zum Beispiel eine Deutsche Dogge, ein wesentlich massiveres Skelett besitzt als eine kleine Katze oder ein Chihuahua. Ein größeres Skelett besteht aus einer höheren Masse an Kalziumphosphat, was letztlich zu einer größeren Menge an verbleibenden Überresten führt.
  • Die Rolle der Rasse
    Interessanterweise spielt auch die Rasse eine wesentliche Rolle, unabhängig von der reinen Größe. Manche Rassen sind von Natur aus „knochiger“ oder schwerfälliger gebaut. Vergleicht man beispielsweise einen grazilen Greyhound mit einer kräftigen Bulldogge, zeigen sich deutliche Unterschiede in der Dichte und im Volumen des Skeletts, was sich direkt auf das Endgewicht nach der Kremierung auswirkt.

Der Einfluss von Alter und Knochendichte

Das Alter eines Tieres zum Zeitpunkt des Todes ist einer der wichtigsten Faktoren für die Knochensubstanz und damit für das Gewicht der Überreste.

  • Junge Tiere im Wachstum:
    Bei Welpen oder sehr jungen Tieren ist das Skelett oft noch nicht vollständig mineralisiert. Die Knochen sind noch nicht so kompakt wie bei einem ausgewachsenen Tier, weshalb die Menge der mineralischen Rückstände im Verhältnis zur Körpergröße geringer ausfallen kann.
  • Senioren und altersbedingter Abbau:
    Bei sehr alten Tieren kann die Knochendichte durch natürliche Prozesse oder Erkrankungen wie Osteoporose abgenommen haben. Ein poröserer Knochen ist leichter und hinterlässt nach der Kremierung weniger Rückstände als das Skelett eines Tieres, das in der „vollen Blüte seines Lebens“ stand.

Gesundheitszustand und biologische Vitalität

Der allgemeine Gesundheitszustand eines Tieres vor seinem Ableben hat einen oft unterschätzten Einfluss auf die Knochenstruktur. Chronische Krankheiten können den Stoffwechsel so stark stören, dass es zu einem massiven Verlust an Knochendichte kommt.

Selbst wenn ein Tier vor dem Tod stark abgemagert war, betrifft dieser Gewichtsverlust nicht nur das sichtbare Fett- und Muskelgewebe. Ein schlechter Allgemeinzustand wirkt sich oft auch auf die Vitalität des Knochenbaus aus. Ein Tier, das lange krank war, hinterlässt unter Umständen weniger mineralische Rückstände als ein Tier, das plötzlich und bei bester Gesundheit verstarb.

Ein wissenschaftlicher Blick auf die Zusammensetzung

Wissenschaftlich betrachtet bestehen die Überreste (engl. als Cremains bezeichnet) zu einem Großteil aus Kalziumphosphat, genauer gesagt aus Hydroxylapatit. Dies ist der mineralische Grundbaustein, der unseren Knochen ihre Festigkeit verleiht.

Analysen haben gezeigt, dass diese mineralische Zusammensetzung je nach Individuum leicht schwanken kann. Dies liegt daran, dass das Skelett ein lebendes Organ ist, dessen Zusammensetzung durch die Ernährung und den spezifischen Stoffwechsel des Tieres während seines gesamten Lebens geprägt wurde.

Die Rolle von medizinischen Implantaten

Ein oft vergessener Aspekt sind medizinische Eingriffe. Falls ein Tier Implantate hatte, wie etwa eine Metalllatte nach einem Knochenbruch, überstehen diese Metalle den Verbrennungsprozess weitgehend. In der Regel werden diese Teile vom Krematorium automatisiert separiert. Sollten solche Fremdstoffe jedoch nicht korrekt entfernt werden, könnten sie das Gewicht der Rückstände beeinflussen.

Zusammenfassung der Einflussfaktoren

Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick darüber, wie stark die verschiedenen Faktoren das Gewicht beeinflussen:

Körpergröße
Sehr hoch: Mehr Knochenmasse führt direkt zu mehr Gewicht.
Alter
Hoch: Sowohl Wachstum als auch Alterung verändern die Knochendichte.
Gesundheit
Mittel: Krankheiten können die Knochensubstanz reduzieren.
Biologie
Individuell: Ernährung und Stoffwechsel prägen die Mineralisierung.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was kann ich mit der Asche meiner Katze machen?

Sie können die Urne zu Hause aufbewahren, die Asche im eigenen Garten verstreuen oder beisetzen (in der Regel ohne besondere Auflagen), sie auf einem Tierfriedhof in einem Urnengrab beisetzen oder aus einem Teil der Asche Schmuckstücke oder andere Andenken anfertigen lassen.

Was passiert mit der Asche nach einer Einäscherung?

Nach der Einäscherung erhalten Sie die Asche Ihres Tieres in einer Urne. Sie können die Urne auf einem Tierfriedhof beisetzen, sie zu Hause aufbewahren oder sie an einem besonderen Ort verstreuen (sofern dies gesetzlich erlaubt ist).

Darf ich die Asche meines Tieres im Rosengarten verstreuen?

In freier Natur oder öffentlichen Parkanlagen ist das Verstreuen der Asche eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Auf eigenem Grund und Boden, zum Beispiel Im privaten Rosengarten oder auf Ihrem privaten Waldgrundstück ist das Verstreuen der Asche immer erlaubt.

Welche Urnengröße für eine Katze?

Die meisten Katzen (bis ca.5k Körpergewicht) passen gut in eine Urne mit 0,5 Liter Volumen.

Welche Urne für einen großen Hund?

Große Hunde hinterlassen nicht nur einen großen Pfotenabdruck in unserem Herzen, sie benötigen auch die größten Urnen für die letzte Ruhestätte.

Welche Urnengröße für ein Pferd?

Ponys und kleine Pferde benötigen ca.20 Liter Volumen, Pferde am besten Urnen-Modelle mit ca.30 Litern.

Gibt es eine Auswahl an Urnen?

Ja, die meisten Tierkrematorien bieten eine breite Palette an Urnen in verschiedenen Materialien und Designs. Seriöse Tierbestattungsinstitute verfügen auch über eine Urnenausstellung vor Ort.

Darf ich die Asche meines Tieres auf meinem Grundstück verstreuen?

Grundsätzlich ist es in Deutschland erlaubt, die Asche Ihres Tieres auf dem eigenen Grundstück zu verstreuen oder beizusetzen, sofern Sie Eigentümer der Fläche sind. Auf fremden Grundstücken oder in öffentlichen Anlagen ist dies dagegen nicht gestattet. Wichtig ist, dass das Tier zuvor in einem zugelassenen Krematorium kremiert wurde.

Warum wiegt die Asche meines Hundes weniger als die eines fast gleich schweren Hundes eines Freundes?

Das Gewicht der Überreste hängt nicht vom Körperfett oder der Muskelmasse ab, sondern primär von der Skelettstruktur. Unterschiede in der Rasse, der Knochendichte oder dem Alter führen dazu, dass das Gewicht der mineralischen Rückstände variiert.

Bleibt nach der Kremierung wirklich nur Knochen übrig?

Ja. Die extrem hohe Hitze verbrennt sämtliches organisches Material wie Fett, Haut und Organe vollständig. Was zurückbleibt, sind die nicht brennbaren mineralischen Bestandteile des Skeletts.

Hat Übergewicht einen Einfluss auf die Menge der Asche?

Nein, in der Regel nicht. Fettgewebe verbrennt rückstandslos. Entscheidend für das Gewicht der „Asche“ ist die Masse des Skeletts, nicht das Körpergewicht durch Fett oder Wasser.

Warum haben Welpen im Verhältnis zu ihrer Größe oft so wenig Asche?

Bei jungen Tieren ist das Skelett noch nicht vollständig mineralisiert. Da die Knochen noch nicht so kompakt und fest sind wie bei erwachsenen Tieren, bleibt nach der Verbrennung weniger mineralische Substanz zurück.

Können Krankheiten das Gewicht der Asche verringern?

Ja. Chronische Erkrankungen, die den Stoffwechsel beeinflussen, können zu einem Verlust an Knochendichte führen. Dies hat zur Folge, dass die verbleibende knöcherne Substanz nach der Einäscherung leichter ist.

Besteht die Asche ausschließlich aus Kalzium?

Sie besteht zum Großteil aus Kalziumphosphat (Hydroxylapatit), dem Hauptmineral der Knochen. Die genaue Zusammensetzung kann jedoch durch die lebenslange Ernährung und den Stoffwechsel des Tieres individuell leicht variieren.

Was passiert mit künstlichen Gelenken oder Metallplatten bei der Kremierung?

Medizinische Implantate aus Metall (wie Titan) überstehen die Hitze. Sie werden vom Krematorium automatisiert entfernt, bevor die Rückstände in die Urne gegeben werden. Würden sie nicht entfernt, könnten sie das Gewicht der Überreste beeinflussen.

 


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