Es ist vorbei. Der Tierarzt hat die letzte Spritze gesetzt. Das Herz schlägt nicht mehr. In der Praxis wird es plötzlich ganz still. In diesem Moment bricht für viele Tierhalter eine Welt zusammen. Ein tiefer Schmerz. Aber oft auch eine kleine Erleichterung. Das geliebte Tier leidet nicht mehr.
Doch direkt nach der Trauer kommt oft die Ungewissheit. Viele Menschen fragen sich in diesem Moment: Was passiert beim Tierarzt eigentlich danach mit dem Körper? Bleibt das Tier einfach dort? Wo kommt es hin? Das sind schwere Fragen. Aber sie sind wichtig. Und sie verdienen eine ehrliche Antwort.
Der Moment direkt nach dem Abschied
Zuerst einmal: Ein guter Tierarzt lässt Ihnen Zeit. Sie müssen nicht sofort aufspringen. Sie dürfen in Ruhe weinen. Sie dürfen sich verabschieden. Wenn Sie dann die Praxis verlassen, bleibt der Körper Ihres Tieres erst einmal dort.
Das Praxisteam übernimmt jetzt. Das Tier wird vorsichtig in ein Tuch oder eine spezielle Hülle gelegt. Wenn Sie dem Tierarzt keine anderen Anweisungen geben, greift der gesetzliche Standardweg der Tierkörperbeseitigung.
Der Standardweg: Die Tierkörperbeseitigung
Wir müssen hier ganz offen sprechen. In Deutschland schreibt das Gesetz vor, dass tote Tiere ordnungsgemäß entsorgt werden müssen, sofern keine private Bestattung gewünscht ist. Ein Transporter holt die verstorbenen Tiere regelmäßig in den Praxen ab. In der Sammelstelle werden sie dann zusammen mit anderen Tierkörpern verarbeitet. Daraus entsteht zum Beispiel Tiermehl oder Energie für Fabriken. Das ist die nackte Realität. Viele Menschen wissen das nicht. Sie denken, der Tierarzt kümmert sich um ein Grab. Das stimmt nicht. Die Tierkörperbeseitigung ist ein industrieller Prozess. Er ist anonym und rein technisch.
Sie haben die Wahl: Das Tier mitnehmen
Niemand ist gezwungen, diesen Standardweg zu gehen. Sie haben als Besitzer das Recht, selbst zu entscheiden. Eine Möglichkeit ist es, das Tier direkt nach dem Einschläfern in der Praxis mitzunehmen. Sie können es direkt zur Schönhalde in die Pauluskirche bringen.
Alternativ können Sie das Tier auch erst mit nach Hause nehmen, damit sich andere Haustiere ebenfalls verabschieden können, und es anschließend in die Pauluskirche Pfeffingen bringen.
Wenn Sie den Weg nicht selbst gehen können oder wollen, besteht auch die Möglichkeit dass wir den Körper des verstorbenen Fellkindes in der Tierarztpraxis oder bei Ihnen zu Hause abholen kommen.
Viele möchten den Hund oder die Katze im eigenen Garten vergraben. Das ist unter bestimmten Bedingungen auch erlaubt. Das Grundstück muss Ihnen gehören. Es darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen. Das Grab muss tief genug sein, damit andere Tiere es nicht aufwühlen. Mindestens achtzig Zentimeter Erde sollten über dem Körper liegen. Fragen Sie im Zweifel kurz bei Ihrer Gemeinde nach. Die Regeln sind überall etwas anders.
Die Alternative: Die würdevolle Tierbestattung
Für viele Tierhalter ist der eigene Garten keine Option. Vielleicht fehlt der Platz. Vielleicht wohnt man zur Miete. Oder man möchte den Körper schlicht nicht in der Erde wissen. Dann gibt es einen anderen Weg. Sie können sich für eine private Tierbestattung entscheiden.
Das funktioniert im Grunde wie bei uns Menschen. Sie beauftragen einen Dienstleister, der sich um alles Weitere kümmert. Sie müssen sich um den Transport und die Einäscherung nicht selbst kümmern. Wir besprechen alles vor Ort und nehmen Ihr Tier behutsam in unsere Obhut.
Die Bestattungsmöglichkeiten
Wenn wir Ihr Tier begleiten, stehen Ihnen für ddie Einäscherung verschiedene Wege offen. Sie können zwischen folgenden Optionen wählen:
- Schönhalde Einzel-Einäscherung
- Albruhe Bestattung
- Aquamation
Bei einer Einzel-Einäscherung oder der Aquamation bekommen Sie die Asche Ihres Tieres zurück. Sie können sich eine Urne aussuchen und diese mit nach Hause nehmen und einen schönen Ort des Gedenkens schaffen.
Vorsorge nimmt den Druck
Der Tag des Abschieds ist voller Emotionen. Man steht unter Schock. Man kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Genau dann zu entscheiden, was passiert beim Tierarzt nach dem Tod, ist verdammt schwer. Oft unterschreibt man dann einfach irgendetwas, nur um schnell nach Hause zu kommen. Später bereut man es vielleicht.
Beachten Sie dass Sie selbst als Tierhalter die freie Wahl haben. Möglicherweise wird Ihnen von Arzt ein bestimmter Bestatter vorgeschlagen, aber Sie selbst können jederzeit frei entscheiden welchen Weg Sie gehen möchten.
Deshalb unser Rat: Treffen Sie die Entscheidung vorher. Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier bald sterben wird, planen Sie den Ablauf in Ruhe. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Sagen Sie ihm genau, was nach dem Einschläfern passieren soll. Schreiben Sie es auf. Auf Wunsch bieten wir Ihnen eine kostenlose Vorsorge durch die Hinterlegung Ihrer wichtigsten Wünsche an – nutzen Sie dafür einfach unser Vorsorge-Formular.
Wenn Sie sich vorab informieren möchten, was in den ersten Stunden wichtig ist, hilft Ihnen unser Ratgeber weiter. Es nimmt unglaublich viel Druck von den Schultern, wenn der Plan bereits feststeht. Sie können sich am Tag X ganz auf Ihr Tier konzentrieren. Sie müssen keine Formulare mehr studieren. Sie können einfach da sein. Und danach in Ruhe nach Hause gehen, während wir uns um den Rest kümmern.
