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Alle Podcasts >> Podcast: Gedanken aus Gold – Folge 1
Ein Podcast über die Liebe die bleibt.
Wenn ein Tier unser Leben verlässt, bleibt oft mehr zurück als nur Stille – es bleiben Erinnerungen, Gefühle und Fragen. In diesem Podcast sprechen wir über genau das: über Trauer und Trost, über die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier – und darüber, wie Liebe weiterlebt.
Warum du reinhören solltest?
Weil deine Trauer Raum verdient. Und weil Erinnerungen an unsere Tiere mehr sind als Vergangenheit – sie sind Gold für die Seele.
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Podcast: Gedanken aus Gold – Wenn Tiere unsere Seele berühren – Tierbestattung Schönhalde Albstadt
Audiotranskript:
Das ist so schön, die ich heute hier zu haben. Ja Mensch, Jakob, das hätte ich auch nicht gedacht, dass mir mal zusammen hier auf dem Sofa sitzen und unsere kurze Idee bezüglich des Podcasts versuchen umzusetzen.
Ja, sind wir nämlich ganz ehrlich, wann ist der Gedanke gereift, um es mal so zu sagen? Am Freitag und heute ist tatsächlich Dienstag. Es gab auch keine große Vorbereitung, da mich das Thema ja jeden Tag begleitet, hoffe ich, mir einfach frei von der Seele sprechen zu können.
Genau. Ja und damit begrüßen wir ganz herzlich alle, die zuhören, wo auch immer ihr seid, wir freuen uns ganz arg, dass wir jetzt ein paar Minuten hier eurer Zeit bekommen und hier einfach ein bisschen durch die Gegend reden.
Über ein Thema, das doch einfach dein täglich Brot ist, würde ich mal sagen, oder? Absolut. Also für alle, die mich nicht kennen, ich bin die Ellen Weinmann, ich bin jetzt 43 Jahre und meine Berufung ist die des Tierbestätters schon seit einigen Jahren und natürlich habe ich viel mit der Seelsorge an den Menschen zu tun und deshalb ist auch dieser Gedankengang gereift.
Wie kann ich denn euch noch besser begleiten, weil die Zeit, die wir zusammen miteinander haben in diesem kurzen Trauerprozess bei mir, finde ich, ist gar nicht ausreichend, weil die Trauer ist so ein großes Thema und die Trauer braucht auch Raum und Zeit, sich entfalten zu können.
Und von daher sitzen wir zwei jetzt heute hier zu meiner Linken, der Jakob, der sonst immer Videos von mir dreht und Interviews mit mir führt praktisch. Und deswegen bin ich quasi mitgefangen hier. Ja, voll schön.
Ich denke, das macht es für euch auch interessanter, wie wenn ich euch jetzt hier monoton zu quatsch. So sieht es aus. Ja, voll. Um vielleicht euch kurz abzuholen, ihr habt es vielleicht schon in der Beschreibung gelesen oder im Titel unser Podcast heißt Gedanken aus Gold, wenn Tiere unsere Seele berühren.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde Gedanken aus Gold, so schönes Wort. Und Ellen, was würdest du sagen? Gedanken aus Gold an was erinnert dich das? Oder warum passt es so gut zu diesem Podcast hier, dieser Titel?
Ja, Gedanken aus Gold, ganz klar. Unser ganzes Leben wird beeinflusst von Gedanken und in dem doch großen Thema, das wir jetzt gemeinsam ansprechen und besprechen möchten, nämlich die Trauer, ist es ganz arg wichtig seine Gedanken, die ja in dieser Phase oft negativ und grau und düster sind, in positive Gedanken voller Liebe umzuwandeln.
Und das ist ein ganz wichtiger Prozess in der Trauerbegleitung, um über diese Trauer hinauszukommen. Und da ist die Ellen sozusagen die perfekte Expertin, würde ich mal sagen, und das ist auch so der Grund, warum das Ganze jetzt entstanden ist und es führt uns auch ein Stück weit zu unserem ersten Thema, würde ich sagen oder zu diesem Titel dieser Folge, nämlich Trauer braucht Raum.
Ja, Trauer braucht Raum, einfach um sich entfalten zu können und vor allem auch verarbeitet werden zu können. Das darf man nicht unterschätzen. Ja, wenn du an Trauer denkst oder ich finde Trauer ist so ein Riesenbegriff und so unglaublich viel steckt da drin, so facettenreich, mich würde es mal unglaublich interessieren Ellen.
Gibt es was, was es nicht gibt sozusagen? Also hast du schon mit irgendwas erlebt, wo du auch vielleicht gedacht hast, okay das ist jetzt ein bisschen strange, wie man oder wie die Person mit der Trauer umgeht?
Nee, überhaupt gar nicht Jakob, weil es ist so, dass es beim Trauern gar keinen richtig oder keinen falsch gibt. Es ist alles… gut, so wie es ist und jeder hat natürlich ein anderes Ventil seiner Trauerluft zu machen.
Ja, also würde ich sagen, ist einfach ein unglaublich individuelles Ding, diese Trauer. Ja, ganz arg. Also gerade am Anfang, sag ich mal, ist es ja ein Schier, unendlich wirkendes Meer, der Trauer nenne ich es jetzt mal, wo gar kein Ende in Sicht ist und es ist auch wichtig, über die Phasen zu sprechen von der Trauer.
Also ganz egal, ob das Tierchen jetzt schon älter war und man dran hingesehen hat, dass es langsam Zeit wird, sich zu verabschieden oder ob das Tier plötzlich verstirbt, als erstes ist man im Schock, in der Schockstarre, im Ausnahmezustand.
Ja, das ändert gar nichts daran und das muss einem muss einem bewusst sein. Da ist man wie gelähmt und nach und nach kommt die Wut und auch vielleicht Schuldgefühle, je nachdem, wie das Tier verstorben ist.
Und ja, das ist sehr facettenreich wie Trauer. Und auch einfach ein Prozess, würde ich sagen. So was ich von dir jetzt auch schon mitgekriegt habe. Viele wollen, denke ich auch, ein Stück weit einfach funktionieren auch und schieben das vielleicht auch dieses Thema Trauer und Trauerbewältigung lang vor sich her.
Würdest du da mitgehen oder wie erlebst du das in deinem Alltag? Ja, das ist natürlich ganz unterschiedlich. Klar, dass der Tod ist kein schönes Thema. Und die wenigsten Menschen beschäftigen sich zur Lebzeiten gern damit, aber auch das, dazu gehe ich später noch näher drauf ein, aber auch diese Angst vor dem Tod, sag ich mal, lässt sich umwandeln, indem man sich bewusst damit beschäftigt.
Gut, wir haben jetzt schon ein bisschen über dieses Thema Trauer gesprochen und ich würde jetzt einfach mal die Ellen uns bitten als Expertin, darfst du jetzt einfach mal ein paar Minuten quasi uns ein Input geben über Trauer, braucht Raum über dieses Thema, was ist da wichtig, was ist okay, was ist vielleicht auch ein Fehler, den man machen könnte oder es gibt vielleicht auch gar keine Fehler.
Ich freue mich dir jetzt einfach ein paar Minuten zuzuhören und mich entspannt mit meiner Tasse Kaffee hier zurücklehnen. zu können. Bist du bereit? Ja, Jacob, lass uns einfach mal die Reise beginnen.
Ja, wenn uns ein treuer Wegbegleiter verlässt, bekommen wir tatsächlich einen neuen Begleiter an unserer Seite, ob wir das möchten oder nicht, nämlich die Trauer. Die Trauer wird immer ein fester Bestandteil unseres Lebens sein, doch es liegt an uns selbst, dass wir dran arbeiten.
Das ist ein ganz sanfter Begleiter wird. Und dazu passt das Thema Gedanken aus Gold richtig schön, weil jeder Gedanke, der in unserem Kopf stattfindet, können wir selber beeinflussen. Und so können wir auch die, vor oft viele Menschen, negative Trauer, hoffentlich auch jetzt in unserem Gespräch in ein positives Thema umwandeln.
Ja, weil je bewusst du dich mit der Trauer auseinandersetzt, desto gestärkter kannst du einfach aus dieser schweren Zeit rausgehen. Ja, es gibt beim Trauern kein richtig oder falsch, es ist alles gut so, wie es ist, vor allem ist es gut so, wie du bist.
Geh mit deiner Trauer so um, wie es dir gut tut. Und die ersten Wochen nach dem Tod fühlen sich oft an wie ein endloses Meer aus Schmerzen und auch aus Angst und man fühlt sich regelrecht verloren. Ja, es reist einem den Boden unter den Füßen weg, anders kann man das gar nicht ausdrücken und vor allem die Gedanken quälen ein Tag und Nacht und es dreht sich oft alles darum, wie kann denn jetzt das Leben ohne mein geliebtes Tier überhaupt weitergehen.
Ja, man hat das Gefühl, dass ein die Stille im Haus erdrückt, ja, von der Stille schmerzen einem die Ohren, man kann das gar nicht ertragen und vor allem fühlt man sich, wie wenn ein Teil von einem selbst aus dem Herz gerissen wurde.
Ja, es hört sich jetzt echt verrückt an, aber du kannst stärker sein wie dieser Schmerz. Du kannst über dich hinauswachsen und so schlimm die Trauer auch ist, sie ermöglicht dir deine eigene Stärke zu erkennen und mach was Positives draus.
Der Schmerz von heute ist deine Stärke von morgen. Es hört sich jetzt sehr platonisch an, aber steckt halt schon wahrer Kantrin, oder? Ja, absolut und neben dem Schmerz stecken auch ganz, ganz oft Schuldgefühle in uns.
uns, die uns begleiten diese Frage nach dem, warum, ja, gehe ich später noch mal näherst drauf ein. Ganz wichtig ist zu wissen, dass die Schuldgefühle ihren Ursprung gar nicht in einem tatsächlichen Fehler haben, den wir gemacht haben, sage ich jetzt mal, sondern viel mehr sind Schuldgefühle des Bedürfnis von uns Menschen einfach immer alles kontrollieren zu müssen.
Das geht gar nicht. Wenn wir das Gefühl haben, wir können nicht alles kontrollieren, dann fühlen wir uns ein Stück weit unmächtig und fragen uns auch nach unserem persönlichen Versagen. Doch wir müssen wissen, es gibt einen großen Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung.
Das nächste Thema, ja, das ist ziemlich komplex und das ist ein Thema, das viele von uns sehr quält. Und natürlich geht mit der Trauer im Schlepptau auch immer das Schuldgefühl mit und tatsächlich kommt dann auch noch die Wut dazu.
Und die Wut kann auch ganz, ganz unterschiedliche Ergründungen haben, ja, die Wut gegen das Schicksal, dass man sein geliebtes Tier verloren hat. Die Wut einfach nichts mehr hat tun zu können für sein geliebtes Tier und die Wut ist so intensiv und zeigt sich in ganz vielen Reaktionen und das hat man vorher schon angesprochen, also zum Thema, was ist richtig oder was ist falsch, wenn ihr Wüten seid,
dann geht raus und schreit oder sinkt laut oder ja, geht einfach euren Bedürfnissen nach, weil es bringt nichts, das in dem Moment zu unterdrücken. Es muss einfach raus. Und es ist auch völlig okay, dass es raus muss.
Ganz klar. Es muss immer, egal für was in Leben, muss es ein Ventil geben und das Ventil bestimmt ihr selber. Lasst euch da von niemand irgendwie was einreden und jetzt sind wir schon beim nächsten Punkt, gell, wenn man dann oftmals aus seinem Umfeld zu hören bekommt, ja, das war doch nur ein Tier.
Warum bist du jetzt so traurig? Ich finde, da muss man sich einfach so paar Sätze zurechtlegen, um das Ganze nicht so nah an sich ran zu lassen, weil letzten Endes ist es deine Liebe, deine Traur. Die muss niemand verstehen können.
Ja, wenn der erste Schock, dann mal. vorbeigeht, dann haben wir das Gefühl tatsächlich so in zwei Welten zu leben. Bleibt uns ja oft auch gar nichts anderes mehr übrig, gell? Weil der Alltag, der Beruf, die Familie, alles muss irgendwie weitergehen und doch im tiefsten Inneren regiert einfach dieser unglaubliche Schmerz.
Und auf der einen Seite versuchst du natürlich zu funktionieren und auf der anderen Seite fühlt sich es an, wie wenn es sich innerlich in Stücke zerreißt. Das ist fast unmöglich, das alles unter einen Hut zu bringen.
Und es ist aber auch ganz wichtig an der Stelle zu sagen, man muss da eine gute Balance finden zwischen den beiden Welten, sag ich jetzt mal, weil sonst deine Gesundheit massiv darunter leidet. Das ist enorm wichtig, auch auf sich selber zu hören und auf seinen Körper zu hören und da möchte ich euch ein bisschen…
Ja, sind wir nämlich ganz ehrlich, wann ist der Gedanke gereift, um es mal so zu sagen? Am Freitag und heute ist tatsächlich Dienstag. Es gab auch keine große Vorbereitung, da mich das Thema ja jeden Tag begleitet, hoffe ich, mir einfach frei von der Seele sprechen zu können.
Genau. Ja und damit begrüßen wir ganz herzlich alle, die zuhören, wo auch immer ihr seid, wir freuen uns ganz arg, dass wir jetzt ein paar Minuten hier eurer Zeit bekommen und hier einfach ein bisschen durch die Gegend reden.
Über ein Thema, das doch einfach dein täglich Brot ist, würde ich mal sagen, oder? Absolut. Also für alle, die mich nicht kennen, ich bin die Ellen Weinmann, ich bin jetzt 43 Jahre und meine Berufung ist die des Tierbestätters schon seit einigen Jahren und natürlich habe ich viel mit der Seelsorge an den Menschen zu tun und deshalb ist auch dieser Gedankengang gereift.
Wie kann ich denn euch noch besser begleiten, weil die Zeit, die wir zusammen miteinander haben in diesem kurzen Trauerprozess bei mir, finde ich, ist gar nicht ausreichend, weil die Trauer ist so ein großes Thema und die Trauer braucht auch Raum und Zeit, sich entfalten zu können.
Und von daher sitzen wir zwei jetzt heute hier zu meiner Linken, der Jakob, der sonst immer Videos von mir dreht und Interviews mit mir führt praktisch. Und deswegen bin ich quasi mitgefangen hier. Ja, voll schön.
Ich denke, das macht es für euch auch interessanter, wie wenn ich euch jetzt hier monoton zu quatsch. So sieht es aus. Ja, voll. Um vielleicht euch kurz abzuholen, ihr habt es vielleicht schon in der Beschreibung gelesen oder im Titel unser Podcast heißt Gedanken aus Gold, wenn Tiere unsere Seele berühren.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde Gedanken aus Gold, so schönes Wort. Und Ellen, was würdest du sagen? Gedanken aus Gold an was erinnert dich das? Oder warum passt es so gut zu diesem Podcast hier, dieser Titel?
Ja, Gedanken aus Gold, ganz klar. Unser ganzes Leben wird beeinflusst von Gedanken und in dem doch großen Thema, das wir jetzt gemeinsam ansprechen und besprechen möchten, nämlich die Trauer, ist es ganz arg wichtig seine Gedanken, die ja in dieser Phase oft negativ und grau und düster sind, in positive Gedanken voller Liebe umzuwandeln.
Und das ist ein ganz wichtiger Prozess in der Trauerbegleitung, um über diese Trauer hinauszukommen. Und da ist die Ellen sozusagen die perfekte Expertin, würde ich mal sagen, und das ist auch so der Grund, warum das Ganze jetzt entstanden ist und es führt uns auch ein Stück weit zu unserem ersten Thema, würde ich sagen oder zu diesem Titel dieser Folge, nämlich Trauer braucht Raum.
Ja, Trauer braucht Raum, einfach um sich entfalten zu können und vor allem auch verarbeitet werden zu können. Das darf man nicht unterschätzen. Ja, wenn du an Trauer denkst oder ich finde Trauer ist so ein Riesenbegriff und so unglaublich viel steckt da drin, so facettenreich, mich würde es mal unglaublich interessieren Ellen.
Gibt es was, was es nicht gibt sozusagen? Also hast du schon mit irgendwas erlebt, wo du auch vielleicht gedacht hast, okay das ist jetzt ein bisschen strange, wie man oder wie die Person mit der Trauer umgeht?
Nee, überhaupt gar nicht Jakob, weil es ist so, dass es beim Trauern gar keinen richtig oder keinen falsch gibt. Es ist alles… gut, so wie es ist und jeder hat natürlich ein anderes Ventil seiner Trauerluft zu machen.
Ja, also würde ich sagen, ist einfach ein unglaublich individuelles Ding, diese Trauer. Ja, ganz arg. Also gerade am Anfang, sag ich mal, ist es ja ein Schier, unendlich wirkendes Meer, der Trauer nenne ich es jetzt mal, wo gar kein Ende in Sicht ist und es ist auch wichtig, über die Phasen zu sprechen von der Trauer.
Also ganz egal, ob das Tierchen jetzt schon älter war und man dran hingesehen hat, dass es langsam Zeit wird, sich zu verabschieden oder ob das Tier plötzlich verstirbt, als erstes ist man im Schock, in der Schockstarre, im Ausnahmezustand.
Ja, das ändert gar nichts daran und das muss einem muss einem bewusst sein. Da ist man wie gelähmt und nach und nach kommt die Wut und auch vielleicht Schuldgefühle, je nachdem, wie das Tier verstorben ist.
Und ja, das ist sehr facettenreich wie Trauer. Und auch einfach ein Prozess, würde ich sagen. So was ich von dir jetzt auch schon mitgekriegt habe. Viele wollen, denke ich auch, ein Stück weit einfach funktionieren auch und schieben das vielleicht auch dieses Thema Trauer und Trauerbewältigung lang vor sich her.
Würdest du da mitgehen oder wie erlebst du das in deinem Alltag? Ja, das ist natürlich ganz unterschiedlich. Klar, dass der Tod ist kein schönes Thema. Und die wenigsten Menschen beschäftigen sich zur Lebzeiten gern damit, aber auch das, dazu gehe ich später noch näher drauf ein, aber auch diese Angst vor dem Tod, sag ich mal, lässt sich umwandeln, indem man sich bewusst damit beschäftigt.
Gut, wir haben jetzt schon ein bisschen über dieses Thema Trauer gesprochen und ich würde jetzt einfach mal die Ellen uns bitten als Expertin, darfst du jetzt einfach mal ein paar Minuten quasi uns ein Input geben über Trauer, braucht Raum über dieses Thema, was ist da wichtig, was ist okay, was ist vielleicht auch ein Fehler, den man machen könnte oder es gibt vielleicht auch gar keine Fehler.
Ich freue mich dir jetzt einfach ein paar Minuten zuzuhören und mich entspannt mit meiner Tasse Kaffee hier zurücklehnen. zu können. Bist du bereit? Ja, Jacob, lass uns einfach mal die Reise beginnen.
Ja, wenn uns ein treuer Wegbegleiter verlässt, bekommen wir tatsächlich einen neuen Begleiter an unserer Seite, ob wir das möchten oder nicht, nämlich die Trauer. Die Trauer wird immer ein fester Bestandteil unseres Lebens sein, doch es liegt an uns selbst, dass wir dran arbeiten.
Das ist ein ganz sanfter Begleiter wird. Und dazu passt das Thema Gedanken aus Gold richtig schön, weil jeder Gedanke, der in unserem Kopf stattfindet, können wir selber beeinflussen. Und so können wir auch die, vor oft viele Menschen, negative Trauer, hoffentlich auch jetzt in unserem Gespräch in ein positives Thema umwandeln.
Ja, weil je bewusst du dich mit der Trauer auseinandersetzt, desto gestärkter kannst du einfach aus dieser schweren Zeit rausgehen. Ja, es gibt beim Trauern kein richtig oder falsch, es ist alles gut so, wie es ist, vor allem ist es gut so, wie du bist.
Geh mit deiner Trauer so um, wie es dir gut tut. Und die ersten Wochen nach dem Tod fühlen sich oft an wie ein endloses Meer aus Schmerzen und auch aus Angst und man fühlt sich regelrecht verloren. Ja, es reist einem den Boden unter den Füßen weg, anders kann man das gar nicht ausdrücken und vor allem die Gedanken quälen ein Tag und Nacht und es dreht sich oft alles darum, wie kann denn jetzt das Leben ohne mein geliebtes Tier überhaupt weitergehen.
Ja, man hat das Gefühl, dass ein die Stille im Haus erdrückt, ja, von der Stille schmerzen einem die Ohren, man kann das gar nicht ertragen und vor allem fühlt man sich, wie wenn ein Teil von einem selbst aus dem Herz gerissen wurde.
Ja, es hört sich jetzt echt verrückt an, aber du kannst stärker sein wie dieser Schmerz. Du kannst über dich hinauswachsen und so schlimm die Trauer auch ist, sie ermöglicht dir deine eigene Stärke zu erkennen und mach was Positives draus.
Der Schmerz von heute ist deine Stärke von morgen. Es hört sich jetzt sehr platonisch an, aber steckt halt schon wahrer Kantrin, oder? Ja, absolut und neben dem Schmerz stecken auch ganz, ganz oft Schuldgefühle in uns.
uns, die uns begleiten diese Frage nach dem, warum, ja, gehe ich später noch mal näherst drauf ein. Ganz wichtig ist zu wissen, dass die Schuldgefühle ihren Ursprung gar nicht in einem tatsächlichen Fehler haben, den wir gemacht haben, sage ich jetzt mal, sondern viel mehr sind Schuldgefühle des Bedürfnis von uns Menschen einfach immer alles kontrollieren zu müssen.
Das geht gar nicht. Wenn wir das Gefühl haben, wir können nicht alles kontrollieren, dann fühlen wir uns ein Stück weit unmächtig und fragen uns auch nach unserem persönlichen Versagen. Doch wir müssen wissen, es gibt einen großen Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung.
Das nächste Thema, ja, das ist ziemlich komplex und das ist ein Thema, das viele von uns sehr quält. Und natürlich geht mit der Trauer im Schlepptau auch immer das Schuldgefühl mit und tatsächlich kommt dann auch noch die Wut dazu.
Und die Wut kann auch ganz, ganz unterschiedliche Ergründungen haben, ja, die Wut gegen das Schicksal, dass man sein geliebtes Tier verloren hat. Die Wut einfach nichts mehr hat tun zu können für sein geliebtes Tier und die Wut ist so intensiv und zeigt sich in ganz vielen Reaktionen und das hat man vorher schon angesprochen, also zum Thema, was ist richtig oder was ist falsch, wenn ihr Wüten seid,
dann geht raus und schreit oder sinkt laut oder ja, geht einfach euren Bedürfnissen nach, weil es bringt nichts, das in dem Moment zu unterdrücken. Es muss einfach raus. Und es ist auch völlig okay, dass es raus muss.
Ganz klar. Es muss immer, egal für was in Leben, muss es ein Ventil geben und das Ventil bestimmt ihr selber. Lasst euch da von niemand irgendwie was einreden und jetzt sind wir schon beim nächsten Punkt, gell, wenn man dann oftmals aus seinem Umfeld zu hören bekommt, ja, das war doch nur ein Tier.
Warum bist du jetzt so traurig? Ich finde, da muss man sich einfach so paar Sätze zurechtlegen, um das Ganze nicht so nah an sich ran zu lassen, weil letzten Endes ist es deine Liebe, deine Traur. Die muss niemand verstehen können.
Ja, wenn der erste Schock, dann mal. vorbeigeht, dann haben wir das Gefühl tatsächlich so in zwei Welten zu leben. Bleibt uns ja oft auch gar nichts anderes mehr übrig, gell? Weil der Alltag, der Beruf, die Familie, alles muss irgendwie weitergehen und doch im tiefsten Inneren regiert einfach dieser unglaubliche Schmerz.
Und auf der einen Seite versuchst du natürlich zu funktionieren und auf der anderen Seite fühlt sich es an, wie wenn es sich innerlich in Stücke zerreißt. Das ist fast unmöglich, das alles unter einen Hut zu bringen.
Und es ist aber auch ganz wichtig an der Stelle zu sagen, man muss da eine gute Balance finden zwischen den beiden Welten, sag ich jetzt mal, weil sonst deine Gesundheit massiv darunter leidet. Das ist enorm wichtig, auch auf sich selber zu hören und auf seinen Körper zu hören und da möchte ich euch ein bisschen…
Es hat alle die dabei waren sehr berührt und war wirklich nett und angenehm hier in der Tierbestattungskirche zusammen zu sitzen für diese tollen Aufnahmen.

Podcast: Gedanken aus Gold – Wenn Tiere unsere Seele berühren – Tierbestattung Schönhalde Albstadt



